Lipödem

Die AWFM Leitlinien definieren diese Erkrankung wie folgt:

Das Lipödem ist eine chronische und meist progrediente Erkrankung bei Frauen, die durch eine Fettverteilungsstörung gekennzeichnet ist. Diese entsteht aufgrund einer umschriebenen, symmetrischen Unterhautfettgewebsvermehrung überwiegend der unteren, in 30% der oberen Extremitäten. Zusätzlich besteht die Neigung zu orthostatischen Ödemen sowie eine Hämatomneigung nach geringem Trauma (Allen et al., Wienert et al., Herpertz) und eine deutliche Berührungsempfindlichkeit. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich zusätzlich ein lymphostatisches Ödem ausbilden (Lipo-Lymphödem).

In meiner Klinik verwenden wir das ultramoderne Bodyjet Verfahren. Hierbei werden die Fettverteilungsstörungen sehr schonend mittels Wasserstrahl abgesaugt (WAL). Diese Form der Liposuktion macht es erstmals möglich, extrem hohe Fettvolumina in nur einer Sitzung abzusaugen und unterscheidet sich hiermit ausdrücklich von den klassischen Tumeszenz-Liposuktionen. Die anatomischen Gegebenheiten wie beispielsweise die Anordnung der axial verlaufenden Lymphbanen werden bei der Absaugung unbedingt respektiert (Verzicht auf Criss/Cross-Technik). Hierdurch kann das Verletzungsrisiko der Lymphbanen gesenkt und somit Lymphödeme vermieden werden.

Durch wie ich es nenne „softstop“-Verfahren  haben wir eine  Absaugtechnik entwickelt, die zusätzlich den Hautmantel schützt und im Nachgang unauffälligere Narben ermöglicht.

Als Handchirurg erlauben die besonderen Kenntnisse der anatomischen Strukturen des Binnengewebes von Arm und Hand auch das Absaugen der in der Regel sonst schwer zu behandelnden Areale dieser Regionen.

Die Wasserstrahl-Liposuktion stellt heutzutage den höchsten Standard in der Fettabsaug-Chirurgie dar.

Neben dieser sehr schonenden Technik, ist bei der Lipödem-Therapie eine entsprechende nachfolgende Kompressionstherapie notwendig.

Gerne berate ich Sie persönlich.