Manuelle Medizin

Wenn die Hände zum Heiler werden

Allzu oft kommt es durch krankhafte Veränderungen an der Hand, dem Unterarm, den Füßen, dem Becken und der Wirbelsäule zu höhergelegenen Problemen des muskuloskelettalen Systems. Sinnbildlich gut zu vergleichen mit einem Uhrwerk. Ist das letzte Zahnrad in einer Kette gestört oder verändert, führt dies zur Beeinflussung des gesamten Uhrwerks. Übertragen auf unseren Körper, können Störungen an der Hand, den Füßen oder dem Becken zu Veränderungen an höheren und zentraleren Abschnitten des Körpers führen. Störungen an Muskeln oder Gelenken der Hand oder den Füßen können Ursache von Schmerzen am Schultergürtel, der Wirbelsäule, dem Becken oder anderen Lokalisationen sein, aber auch umgekehrt.

Die Manuelle Medizin kann hier oftmals entscheidend helfen die Fehler in den Funktionsketten zu erfassen und wieder zu korrigieren, ohne zu operieren. Durch eine Vielzahl von manuellen Techniken mit der Hand und entsprechenden Griffen, können wir Störungen oft schnell und schonend, z.B. durch Manipulation und Mobilisation, beseitigen und insgesamt eine frühe Linderung von Beschwerden schaffen.

Keine Einschränkung in der Lebensqualität

In Kombination mit minimalinvasiven Verfahren wie der Fettstammzelltransplantation, ist die Manuelle Medizin für mich eine essentielle Säule der sogenannten multimodalen Therapie. Erst durch die Kombination konservativer und minimalinvasiver Verfahren, kann eine Potenzierung der Wirksamkeit Einzelner erreicht werden.

In der Gesamtheit wird somit ggf. eine große Operation wie der Gelenkersatz durch Prothese oder andere radikale Operationen vermieden oder zumindest verschoben. Es resultieren kürzere Ausfallzeiten auf der Arbeit, kürzere Genesungszeit, weniger Schmerzen in der Heilungsphase, weniger Komplikationen im Verlauf aufgrund minimalem Operationstrauma – zusammengenommen bleibt mehr Lebensqualität für den Patienten.