Was leistet die Fettstammzelle?

Am 07.02.2017 habe ich weltweit das 1. Mal mit dem Qgraft Verfahren hochkonzentrierte regenerative Zellen aus dem Fettgewebe gewonnen und diese dann erfolgreich in Kniegelenke verabreicht.

Wichtig: Mit dem Q-graft®-Verfahren ist es erstmals möglich hochkonzentrierte regenerative Zellen (u.a. Fettstammzellen) zu gewinnen. Dieses Verfahren unterscheidet sich ausdrücklich von den einfachen Methoden der Mitbewerber, die lediglich “normales” Fett spritzen. Bei unserem Verfahren weisen wir zwecks Qualitätskontrolle auch die Anzahl der transplantierten Fettstammzellen nach, was ebenfalls einzigartig ist!

Das Potential der Fettstammzelle

Das gesamte Körperfett unterliegt einem stetigen Wandel, ca. 10% der Fettzellen werden pro Jahr erneuert. Damit dieses Wunder der Natur vollbracht werden kann, beinhaltet das Fettgewebe Stammzellen – die Fettstammzelle. Sie ist, einfach ausgedrückt, dazu programmiert, Fettgewebe zu erschaffen.

Beobachtungen offenbarten nun das weitaus höhere Potential dieser Zellen: eingebracht in erkranktes Gewebe scheinen sie, durch die dort vorherrschende, veränderte Biochemie, ein anderes Arbeitsprogramm auszuführen. Vereinfacht gesagt: die Fettstammzelle kann sich der veränderten Umgebung anpassen. In der Folge beginnen regenerative Prozesse.

Reparieren – Die körpereigene Regeneration

Der bei Arthrose geschädigte Knorpel in z.B. Hand-, Schulter-, Hüft-, Knie- und Fußgelenken scheint sich durch die Stammzelle möglicherweise ein Stückweit regenerieren zu können. Im Labor sehen wir, dass sich die Fettstammzelle in Knorpelzellen verwandeln kann. Aber nicht nur das: sie arbeitet wie ein Dirigent in einem Orchester, sie leitet, steuert und spielt mit Wachstumsfaktoren und Botenstoffen und entfaltet hochgradig anti-entzündliche Eigenschaften. Außerdem regt sie das Einsprossen von Blutgefäßen an, was oft ein entscheidender Faktor in der Heilungsphase ist.

Körpereigen & risikoarm gewonnen

Die Fettstammzelle wurde schon bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt, mit vielversprechenden Ergebnissen. Bei verzögerter Knochenheilung, Muskel-/Sehnenerkrankungen, chronischen Wunden, Rheuma und der Arthrose. Wie genau diese Wunderzelle diesen Kraftakt der körpereigenen Heilung meistert, ist noch nicht im Detail geklärt und noch Teil der Forschung. Sie kann risikoarm minimalinvasiv aus dem eigenen Körper gewonnen werden und ist daher als körpereigenes Material sehr gut verträglich.

Es handelt sich hierbei ausdrücklich um einen sogenannten Heilversuch, da es noch kein etabliertes Therapieverfahren darstellt. Daher wird diese Leistung aktuell von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.